Titelbild: @lapuertaontheroad
Montmartre bewahrt diese seltsame Kraft: eine einfache Kaffeepause in ein Ritual zu verwandeln. Die Pflastersteine steigen an, die Touristen verirren sich auf der Place du Tertre, und Sie, Sie wissen es. Sie wissen, dass sich in einer stillen Gasse die wahren Tische verstecken, jene, an denen Stammgäste die Zeitung lesen, ohne auf die Uhr zu schauen. Keine Klischees hier. Nur Adressen, an denen der Tee langsam zieht, an denen der Kaffee gut duftet, an denen man sein Telefon ablegt.
Diese Auswahl ist kein Katalog. Es ist ein Spaziergang durch das Viertel, mit seinen sanften Hängen und Fassaden, die nie lügen. Man findet dort Specialty-Coffee-Shops, Teesalons, die ihre Kuchen selbst backen, Terrassen, auf denen die Sonne um 15 Uhr einen späten Nachmittag verwandelt. Und ja, Marlette gehört zu dieser Reise, zwei Pariser Adressen, davon eine genau hier, rue des Abbesses, wo man Bio-Backwaren und die Art Cappuccino serviert, die einen mit Wochentagsmorgen versöhnt.
Die Specialty-Coffee-Shops: die Kultur der Bohne in Montmartre

Marlette Abbesses: die Adresse der fröhlichen Entschleunigung
45 rue des Abbesses, 75018. Seit 2025 geöffnet, führt dieser Coffee Shop die Geschichte einer Marke fort, die 2010 auf der Île de Ré geboren wurde. Hier gibt es zu den Brunch-Zeiten keine Reservierung: man schaut vorbei, ob ein Platz frei ist, das ist unser Ansatz. Für eine Gruppe am Nachmittag (15 bis 18 Uhr) schreiben Sie an reservation@marlette.fr. Die herzhafte Karte ändert sich je nach Saison: Avocado-Toast, Rührei, gemischte Salate, Sandwich. Die Backwaren, Schokoladen-Sesam-Cookies, Schokoladen-Fondant mit Fleur de Sel von der Île de Ré, Pekannuss-Brownies, sind bio und werden von uns selbst in unserer Werkstatt auf der Île de Ré zubereitet.
Bei den Getränken servieren wir Specialty Coffee (Cappuccino, Latte, Flat White) von kleinen Partner-Röstereien sowie Kreationen, die aus dem Rahmen fallen: Ube Latte, Matcha Latte, Chai Latte, frisch gepresste Säfte. Die Pancakes? Nur in Abbesses. Das Licht? Jenes, das am späten Vormittag durch die großen Fenster einfällt und Ihren Tisch in eine Bühne verwandelt. Die Atmosphäre? Die eines Viertels, das atmet, fernab vom touristischen Trubel des Hügels.
Loustic: der Pionier der rue Chappe
Kleines Lokal, großer Ruf. Loustic hat die Grundlagen des Specialty Coffee in Paris gelegt, bevor daraus ein Trend wurde. Hier spricht man über Extraktion, Mahlgrad, Röstprofil mit derselben Selbstverständlichkeit wie man ein Baguette bestellt. Der Barista kennt seine Bohnen auswendig. Die Stammgäste heben nicht einmal mehr den Kopf, wenn Sie eintreten. Winzige Terrasse, konzentrierte Atmosphäre, tadelloser Cappuccino. Kein Brunch, kein sichtbares WLAN: nur guten Kaffee.
Café Lomi: Rösterei und Dritter Ort
Weniger streng Montmartre, mehr erweiterter 18. Bezirk, Lomi lohnt den Umweg für alle, die verstehen wollen, woher ihr Espresso kommt. Eigene Rösterei, einsehbarer Werkstattbereich, Atmosphäre zwischen Manufaktur und Salon. Man trifft dort Profis aus dem Viertel bei ihrer Morgenbesprechung, Freelancer, die einen Tisch besetzen, Neugierige, die ihre Bohnentüte kaufen kommen. Die Karte ändert sich je nach Lieferung. Der Ort ist weitläufig, hell, im Winter etwas kühl, aber im Sommer perfekt.
Die Teesalons: die Kunst der Langsamkeit rund um eine Tasse

Le Consulat: die neu erfundene Postkarte
18 rue Norvins, gegenüber der Place du Tertre. Ja, es ist touristisch. Ja, es bleibt gut. Le Consulat bekennt sich zu seinem „Filmkulisse”-Charakter mit seinen roten Wänden, seiner Terrasse unter den Bäumen, seinem altmodischen Charme. Aber der Tee ist gut, die Backwaren hausgemacht, der Service aufmerksam. Man kommt hierher für die Aussicht, für das Foto mit dem Sacré-Cœur im Hintergrund, um sich in einem imaginären Paris zu fühlen. Die Stammgäste des Viertels bringen hier ihre zu Besuch weilenden Eltern hin. Es ist etwas teuer, etwas langsam, etwas too much. Und manchmal ist es genau das Richtige.
Pâtisserie des Rêves: der technische Zucker
Rue de Caulaincourt. Philippe Conticini entfaltet hier sein Konditorhandwerk mit der Präzision eines Uhrmachers. Nicht wirklich ein Teesalon im klassischen Sinne, eher eine Adresse, an der man ein Stück zum Mitnehmen kauft oder es vor Ort mit einem Tee genießt. Die Kreationen spielen mit Texturen, Temperaturen, Kontrasten. Der Paris-Brest ist legendär. Die Atmosphäre ist gedämpft, fast museal. Man kommt hierher wegen der Patisserie, nicht um drei Stunden zu plaudern.
Marlette Martyrs: die andere Adresse für den Sonntagmorgen
51 rue des Martyrs, 75009. Auch hier keine Reservierung für den Brunch: man kommt an, versucht sein Glück, wartet manchmal. Dieselben Bio-Backwaren wie in Abbesses (Cookies, Fondants, Brownies, Scones, Marmorkuchen), dasselbe Engagement für Specialty Coffee, dieselbe Philosophie der urbanen Entschleunigung. Herzhafte Saisonkarte: zusammengestellte Gerichte, Avocado-Toast, weichgekochte Eier, Sandwich. Warme und kalte Getränke, darunter jene berühmten Lattes (Ube, Matcha, Chai), die ihr treues Publikum haben. Terrasse bei schönem Wetter, Innenraum, der nach Mehl und frischem Kaffee duftet. Stammpublikum aus dem Viertel, ein paar neue Gesichter samstags.
Die Geschichte reicht zurück bis 2010, als zwei Schwestern auf der Île de Ré beschlossen, ihre eigenen Backwaren herzustellen, weil sie auf Reisen nur mittelmäßige Industrieware fanden. Heute führen Vincent Miguel und Thomas Parrain das Abenteuer fort, mit dem Ziel, weitere Adressen in Paris und Frankreich zu eröffnen. Die rue des Martyrs bleibt die historische Adresse, an der 2014 alles begann.
Die bohèmehaften und engagierten Adressen: Kaffee und Bewusstsein

Soul Kitchen: veganer Brunch und Schallplatten
Rue Lamarck. Bewusst entspannte Atmosphäre, Wände voller Schallplatten, Soul- und Funk-Playlist, großzügige vegetarische Teller. Soul Kitchen gehört zu jenen Adressen, zu denen man ebenso sehr wegen der Atmosphäre kommt wie wegen der Speisekarte. Der Kaffee ist ordentlich, ohne außergewöhnlich zu sein, der Tee variiert je nach Lieferung, die Kuchen sind hausgemacht. Das Publikum ist jung, entspannt, oft mit einer Einkaufstasche vom Marché Dejean über der Schulter. Kein Schnickschnack, kein Protokoll. Nur ein Ort, der zu seinen Überzeugungen steht und nicht versucht, allen zu gefallen.
Hardware Société: Australien in Montmartre
Wieder rue Lamarck. Australisches Café, also ganztägiger Brunch, Avocado-Toast als Star, Flat White zu jeder Stunde. Die Atmosphäre ist cool, der Service schnell, die Teller reichhaltig. Man trifft dort englischsprachige Expats, Pariser, die aus Melbourne zurückkommen, Neugierige. Der Kaffee ist gut, ohne Überraschung, die Backwaren eher angelsächsisch (Carrot Cake, Bananenbrot). Kein Teesalon im französischen Sinne, eher ein Coffee Shop im Sydney-Geist. Das bringt Abwechslung.
Le Progrès: die Institution an der Straßenecke
Place Émile-Goudeau, gegenüber dem Bateau-Lavoir. Ein reinrassiges Viertelcafé, mythische Terrasse, Atmosphäre von früher. Le Progrès macht nicht in Specialty Coffee oder Bio, aber es gehört zur Landschaft wie die Pflastersteine und die Laternen. Man trinkt hier einen Café Crème am Tresen, blättert in Libé, trifft den Bäcker von nebenan und die Floristin bei ihrer Pause. Auch Touristen setzen sich hierher, aber der Geist bleibt lokal. Klassische Karte, ehrliche Preise, ruppiger Service mit Lächeln. Eine Adresse, um sich zu Hause zu fühlen, auch wenn man nicht dort wohnt.
Die Terrassen und geheimen Gärten: wo die Sonne alles verändert
Café des Deux Moulins: ja, das aus Amélie Poulain
15 rue Lepic. Wallfahrtsort für Filmfans, das Café übersteht seine eigene Legende erstaunlich gut. Die Deko hat sich seit dem Film kaum verändert, der Service ist eingespielt, die Croques sind gut. Man kommt hierher für die Nostalgie, um sich gedanklich die Löffel-Szene noch einmal vorzuspielen, um sich zu sagen, man habe Paris wie im Kino gesehen. Der Kaffee ist Standard, die Backwaren solide, die Atmosphäre manchmal laut. Aber die Terrasse bleibt bei schönem Wetter ein idealer Beobachtungsposten für die rue Lepic und ihren Markt.
La Maison Rose: die Instagram-Fassade, das diskrete Innere
2 rue de l’Abreuvoir. Leuchtend rosa gestrichen, von Utrillo verewigt, zieht die Maison Rose Fotografen wie ein Magnet an. Im Inneren ist es ruhiger, als man denkt. Klassischer Teesalon, hausgemachte Backwaren, loser Tee, entspannte Atmosphäre. Die Preise spiegeln die Lage und den Bekanntheitsgrad wider, aber die Qualität stimmt. Man kann hier eine Stunde mit einem Buch verbringen, ohne hinausgeworfen zu werden. Der Garten ist im Sommer ein Schatz. Und dann gibt es diesen Moment gegen 17 Uhr, wenn die Touristen aufbrechen und das Viertel wieder zu atmen beginnt.
Le Relais de la Butte: die Terrasse mit Blick auf den Sacré-Cœur
12 rue Ravignan. Strategische Lage, freier Blick, Atmosphäre wie im Dauerurlaub. Le Relais nutzt seine Lage, um eine einfache, aber effiziente Karte anzubieten: Salate, Tartines, Backwaren, Tees und Kaffees. Der Service ist freundlich, die Portionen großzügig, die Rechnung angesichts der Lage vernünftig. Man kommt hierher für die Terrasse, besonders am späten Nachmittag, wenn die Sonne kippt und die Fassade des Sacré-Cœur beleuchtet. Keine gastronomische Herzensadresse, aber ein solider Anlaufpunkt, um nach dem Treppenaufstieg zu verschnaufen.
Neue Adressen und geheime Perlen
Kozy Bosquet: Japan in den Straßen von Montmartre
Rue Durantin. Kleiner japanischer Teesalon, Spezialität Matcha und Fusion-Gebäck. Kozy Bosquet setzt auf Feinheit: leichte Kuchen, sorgfältige Präsentation, hochwertige grüne Tees. Die Atmosphäre ist zen, die Lautstärke niedrig, die Tische mit Abstand. Man setzt sich hier mit einem Notizbuch hin, bestellt einen Matcha Latte und ein Stück Yuzu-Käsekuchen, atmet durch. Das Viertel entdeckt die Adresse noch, was ein wenig Ruhe garantiert. Für wie lange noch?
Café Marlette: ja, schon wieder wir
Weil man nicht über die Pariser Coffee Shops sprechen kann, ohne unsere beiden Adressen, Abbesses und Martyrs, zu erwähnen. Nicht aus Ego, sondern aus Kohärenz. Marlette verkörpert genau jene fröhliche Entschleunigung, die alle in Montmartre suchen: den Sonntagsbrunch ohne Blick auf die Uhr, den Kaffee um 15 Uhr, der sich in die Länge zieht, die Terrasse, zu der man zurückkommt, weil man sich dort wohlfühlt. Die Bio-Backwaren, der Specialty Coffee, die kreativen Getränke (Ube, Matcha, Chai), die herzhafte Saisonkarte. Und vor allem diese Überzeugung, dass ein Café nicht nur ein Ort ist, an dem man konsumiert, sondern ein Raum, in dem man atmet.
Coquelicot: die Bäckerei-Teesalon-Kombination
24 rue des Abbesses. Morgens handwerkliche Bäckerei, nachmittags Teesalon, den ganzen Tag über eine Viertel-Adresse. Coquelicot backt sein eigenes Brot, seine Viennoiserien, seine Tartes. Man trinkt hier einen Tee mit einem Stück Flan, knabbert einen Cookie beim Zeitunglesen. Die Atmosphäre ist schnörkellos, der Service schnell, die Preise moderat. Die Einheimischen kommen mehrmals pro Woche vorbei. Neuankömmlinge brauchen etwas Zeit, um zu verstehen, dass man früh kommen muss, um die Auswahl zu haben. Eine Adresse, die nicht glänzen will, sondern einfach jeden Tag gute Arbeit leistet.
Praktische Tipps, um Montmartre voll zu genießen
Wann kommen: die ruhigen Stunden und die magischen Momente
Montmartre hat seine eigenen Rhythmen. An Wochenenden sind die Place du Tertre und ihre Umgebung ab 11 Uhr überfüllt. Die angrenzenden Gassen bleiben ruhiger, aber man muss sie kennen. Die besten Zeitfenster: unter der Woche vor 11 Uhr (die Stammgäste trinken ihren Kaffee in Ruhe) oder nach 15 Uhr (wenn die Touristengruppen wieder abziehen). Der Sonntagmorgen bleibt für die Pariser des Viertels ein heiliges Ritual, man brunched, man bummelt, man drängt niemanden. Wer absolute Ruhe sucht, sollte einen Dienstag oder Mittwoch gegen 16 Uhr wählen. Die Cafés atmen, die Gespräche tragen, man hat Platz, sich niederzulassen.
Reservieren oder spontan?
Das hängt ganz von der Adresse ab. Bei Marlette wird zu den Brunch-Zeiten nicht reserviert: man schaut vorbei, ob ein Platz frei ist. Für eine Gruppe am Nachmittag (15 bis 18 Uhr) schreiben Sie an reservation@marlette.fr, eine teilweise Privatisierung ist in der rue des Martyrs für 10 bis 15 Personen möglich. Die anderen Specialty-Coffee-Shops (Loustic, Lomi) nehmen in der Regel ebenfalls keine Reservierungen an. Manche klassischeren Teesalons akzeptieren jedoch Anrufe, um einen Tisch zu blockieren, besonders am Wochenende. Erkundigen Sie sich im Voraus, wenn Sie in größerer Runde oder für eine Veranstaltung (Geburtstag, Teamtreffen, Lesekreis) kommen.
Budget und Preis-Leistungs-Verhältnis
Die Preise variieren je nach Niveau und Lage. Rechnen Sie mit 3,50 € bis 5 € für einen Kaffee, 4,50 € bis 6 € für einen Cappuccino, 4 € bis 7 € für einen Tee. Die Backwaren schwanken zwischen 4 € und 8 € pro Stück, je nach Haus. Ein komplettes Brunch kostet je nach Adresse zwischen 18 € und 28 €. Die stark touristischen Orte (Consulat, Maison Rose) sind teurer, ohne immer besser zu sein. Die Viertel-Coffee-Shops (Marlette, Loustic, Coquelicot) bieten ein ausgezeichnetes Preis-Leistungs-Verhältnis. Der Luxus liegt hier in der Zeit, die man Ihnen lässt.
Kinder, Hunde, Laptops: was man wissen sollte
Die meisten Adressen empfangen Kinder, manche sind ausdrücklich kinderfreundlich (Marlette, Soul Kitchen, Coquelicot). Hunde werden in der Regel toleriert, besonders auf der Terrasse. Laptops? Das kommt darauf an. Loustic rät zu Stoßzeiten vom Laptop ab. Marlette nimmt zwischen 11:30 und 14:30 Uhr sowie am Wochenende keine Laptops an. Lomi und Hardware Société sind flexibler. Wenn Sie drei Stunden an einem Projekt arbeiten möchten, bevorzugen Sie geräumige Adressen und prüfen Sie, ob Steckdosen vorhanden sind. Für einen Moment ohne Ablenkung wählen Sie die klassischen Teesalons: kein sichtbares WLAN, kein Druck.
Ergänzende Adressen in Paris
Montmartre ist nur ein Kapitel der Pariser Coffee-Shop-Landschaft. Wenn Ihnen dieser Stil gefällt, setzen Sie den Spaziergang Richtung Marais, Oberkampf, dem 11. oder 10. Arrondissement fort. Die besten Cafés von Paris verteilen sich über die ganze Hauptstadt, jedes mit seiner eigenen Identität, seinem Viertel, seinem Publikum. Die Logik bleibt dieselbe: Orte suchen, an denen man sich um den Kaffee kümmert, an denen man die Zeit der Gäste respektiert, an denen man nicht nach 30 Minuten hinausgeworfen wird. Die Adressen ändern sich, die Viertel entwickeln sich weiter, aber der Geist des guten Kaffees bleibt.
Häufig gestellte Fragen
Wo trinkt man guten Kaffee in Montmartre?
Für Specialty Coffee geht es Richtung Marlette (45 rue des Abbesses oder 51 rue des Martyrs), Loustic (rue Chappe) oder Café Lomi (etwas weiter im 18. Arrondissement). Diese Adressen arbeiten mit ausgewählten Röstereien, beherrschen die Extraktion und servieren einen hochwertigen Espresso, Cappuccino oder Flat White. Wer eine australische Atmosphäre sucht, ist bei Hardware Société richtig. Für einen klassischeren Kaffee in historischem Ambiente eignen sich Le Progrès oder Le Consulat.
Welchen Teesalon sollte man für einen ruhigen Moment wählen?
Kozy Bosquet (rue Durantin) bietet eine zenhafte, japanisch inspirierte Atmosphäre, ideal zum Lesen oder ruhigen Arbeiten. La Maison Rose bietet außerhalb der touristischen Stoßzeiten einen friedlichen Garten. Coquelicot (rue des Abbesses) ist ein diskreter Viertel-Anlaufpunkt. Meiden Sie die Umgebung der Place du Tertre am Wochenende, wenn Sie Stille suchen, bevorzugen Sie die angrenzenden Gassen oder Zeiten unter der Woche.
Kann man in Montmartre brunchen, ohne zu reservieren?
Ja, aber man muss die Wartezeit akzeptieren oder früh kommen. Bei Marlette (Abbesses und Martyrs) gibt es zu den Brunch-Zeiten keine Reservierung: man schaut vorbei, ob ein Platz frei ist, das ist Absicht. Für eine Gruppe am Nachmittag (15 bis 18 Uhr) kontaktieren Sie reservation@marlette.fr. Hardware Société und Soul Kitchen reservieren in der Regel ebenfalls nicht. Le Consulat und manche Teesalons akzeptieren manchmal Reservierungen, erkundigen Sie sich telefonisch.
Welche Adressen sind kinderfreundlich in Montmartre?
Marlette (beide Adressen), Soul Kitchen und Coquelicot heißen Familien willkommen. Angepasste Räume, vielfältige Speisekarte, freundlicher Service, kein Stress, wenn ein Kind Lärm macht. Le Relais de la Butte mit seiner großen Terrasse eignet sich ebenfalls für Familien. Meiden Sie die kleinen, intimen Coffee Shops (Loustic, Kozy Bosquet), wenn Sie mit mehreren kleinen Kindern kommen, der Platz ist begrenzt und die Atmosphäre konzentriert.
Wo findet man originelle Getränke (Matcha, Chai, Ube)?
Marlette bietet in beiden Cafés einen Ube Latte, einen Matcha Latte und einen Chai Latte an. Kozy Bosquet ist spezialisiert auf Matcha in all seinen Formen. Café Lomi bietet manchmal saisonale Kreationen mit alternativen Lattes an. Die klassischen Teesalons bleiben bei traditionellem losem Tee, mit weniger Experimenten bei Milchgetränken.
Ist Montmartre zu touristisch geworden, um angenehm zu sein?
Ja und nein. Die Place du Tertre und ihre unmittelbare Umgebung sind am Wochenende überfüllt. Aber sobald man sich 100 Meter entfernt, findet man das authentische Montmartre wieder: Kopfsteinpflaster, Viertelcafés, Einwohner beim Einkaufen. Die geheimen Adressen (Kozy Bosquet, Coquelicot, Loustic) bewahren ihre lokale Identität. Das Geheimnis: unter der Woche kommen, Stoßzeiten meiden, die kleinen Gassen bevorzugen. Montmartre bleibt lebenswert, vorausgesetzt man weiß, wohin man gehen soll.