Die Sitzbank aus Cord empfängt dich wie ein altes Familiensofa, auf dem man sich ohne Zurückhaltung fallen lässt. Auf dem Tisch aus rohem Holz hält handgefertigte Keramik deinen Kaffee warm, während du geistesabwesend durch dein Handy scrollst. Rundherum vermischt sich das gedämpfte Gemurmel der Gespräche mit dem diskreten Klirren der Löffel gegen die Tassen. Man kommt hierher für genau diese Mischung: etwas Weiches unter dem Hintern, etwas Warmes in den Händen und diese Gewissheit, dass man noch eine Weile nicht aufbrechen wird. Nicht zu vernachlässigender Bonus: Das alles sieht verdammt gut auf Fotos aus, ohne die Szene dreimal neu arrangieren zu müssen.
Paris ist voll von diesen Zufluchtsorten, wo brunch zu einer Kunst des langsamen Lebens wird. Nicht unbedingt die angesagtesten oder bekanntesten. Einfach die, wo man sich wohlfühlt. Die, die man eifersüchtig für sich behält, bevor man sie schließlich mit ein paar handverlesenen Freundinnen teilt. Hier ist unsere Auswahl gemütlicher Brunches, die den Augen und der Seele guttun.
🏡 Was einen brunch wirklich gemütlich macht

Die gedämpfte Atmosphäre vor allem
Ein gemütlicher brunch beginnt mit der Atmosphäre. Große laute Räume mit eng gestellten Tischen, das ist nichts für uns. Wir suchen eher diese intimen Räume, wo die Lautstärke erträglich bleibt, selbst wenn es voll ist. Das natürliche Licht, das hereinkommt ohne zu blenden. Die warmen Materialien, rohes Holz, dicke Stoffe, grüne Pflanzen, die das Gefühl geben, in einem Wohnzimmer zu sein.
Bei Marlette, sowohl in der rue des Martyrs als auch an den Abbesses, ist diese Sanftheit bis ins Detail durchdacht. Keine aggressive Musik. Bequeme Sitzbänke, auf denen man sich richtig niederlässt. Die Art von Ort, wo man nicht auf die Uhr schaut, wo die Kellnerin dich in Ruhe lässt, wenn du zwischen zwei Bissen träumen möchtest.
Die Karte, die beruhigt
Eine gemütliche Speisekarte ist auch eine Karte, die nicht zu viel will. Ein paar gut ausgeführte Klassiker statt dreißig ungefährer Optionen. Cremige Rühreier, großzügiger Avocado Toast, dicker Pancake, der sättigt. Die hausgemachten bio Backzubereitungen, Schokoladen-Sesam-Cookies, Schokoladenkuchen mit flüssigem Kern und Fleur de Sel von der Île de Ré, Scones, die unter den Zähnen zerbröseln.
Auch der Kaffee zählt. Schön schaumiger Cappuccino, schön heißer Latte, vielleicht ein Matcha Latte oder ein Ube Latte für die, die etwas anderes je nach Lust suchen. Man braucht nicht zehn Sorten frisch gepresster Säfte, wenn der servierte gut ist.
Das instagrammable Detail (ohne zu übertreiben)
Lügen wir uns nichts vor: Wir mögen es, wenn es schön ist. Aber nicht schön-um-schön-zu-sein. Schön, weil es gut durchdacht ist. Ein bunter Teller ohne überladen zu sein. Eine gepflegte Präsentation, die natürlich bleibt. Texturen, die Lust machen : der fließende Fondant, die goldene weiche Focaccia, der Pekannuss-Brownie, der leicht glänzt.
Der Vorteil gemütlicher Orte ist, dass das Licht oft perfekt für Fotos ist. Man braucht weder Blitz noch endlose Filter. Das Foto macht sich fast von selbst.
💡 Unser Rat
Das wahre Instagrammable ist nicht das mit Neonlichtern und bemalten Wänden überladene Dekor. Es ist das natürliche Licht, die authentischen Materialien, die ausgewogene Komposition des Tellers. Die fotogensten Adressen sind oft die einfachsten.
☕ Die versteckten coffee shops im 9. Arrondissement
Marlette, rue des Martyrs: die Zufluchtsadresse
Das 2014 eröffnete Café in der rue des Martyrs hat diese Patina von Orten, die man schon immer besucht. Man kommt am Sonntagmorgen vorbei ohne reserviert zu haben, unmöglich übrigens, Marlette nimmt keine Reservierungen an, das ist ihre bewusste Entscheidung, um den spontanen Geist zu bewahren. Man schaut vorbei, ob es Platz gibt. Oft gibt es welchen.
Die Atmosphäre ist besonders. Die Stammgäste des Viertels, die am Tresen ihre Zeitung lesen. Die Freundinnengruppen, die einen großen Tisch am Fenster teilen. Das Paar auf der Eckbank, das nichts sagt, aber viel lächelt. Diese Mischung macht den Charme aus: kein erstarrtes Dekor, sondern ein lebendiger Ort.
Was die Teller betrifft, wird alles bei ihnen zubereitet. Die Rühreier sind genau richtig cremig. Die Cookies (Schokoladen-Sesam-Stückchen oder Schokolade-Nuss) kommen frisch aus dem Ofen. Der Schokoladenkuchen mit seinem flüssigen Kern und Fleur de Sel gehört zu diesen Süßigkeiten, die man mit geschlossenen Augen bestellt. Und der Kaffee? Spezialitätenkaffee, serviert von Leuten, die wissen, was sie tun.
Die diskreten Nachbarn von SoPi
Rund um die rue des Martyrs versteckt das Viertel South Pigalle einige Perlen. Vertrauliche Adressen, oft winzig klein, wo man früh kommen muss, um einen Tisch am Fenster zu bekommen. Man findet dort dieselbe Philosophie: wenige Plätze, eine kurze Karte, Aufmerksamkeit für Details.
Diese Cafés machen keine Werbung. Sie leben von Mundpropaganda und Stammgästen. Man trifft Kreative aus dem Viertel, die an einer Tischecke arbeiten (außerhalb der Mittagsrush), Paare, die ihr Samstagmorgenritual gefunden haben, Einzelgänger mit einem guten Buch.
🎨 Montmartre: der bewahrte Bohème-Charme

Marlette an den Abbesses: die neue Adresse
2025 eröffnet, führt das Café in der rue des Abbesses den Martyrs-Geist mit einer Montmartre-Note fort. Hier stehen Pancakes auf der Karte, übrigens nur in dieser Adresse. Dick, weich, serviert mit Ahornsirup und Butter, die darauf schmilzt. Die Art von wohltuendem Gericht, das man bestellt, wenn man Sanftheit braucht.
Die Lage spielt eine große Rolle. Montmartre bewahrt diese Dorfatmosphäre in der Stadt. Man steigt die Treppen hinauf, kommt etwas außer Atem an, stößt die Tür auf. Drinnen ist es ruhig. Das Licht kommt durch große Fenster herein. Die Tische stehen nicht eng beieinander. Man atmet auf.
Gleiche Philosophie wie in Martyrs: keine Reservierungen, saisonale Gerichte, bio Backzubereitungen von der Île de Ré, frisch serviert. Ein gut gewürzter Chai Latte zum Begleiten. Und dieses Gefühl, endlich langsamer zu werden.
Die versteckten Terrassen der Butte
Montmartre ist voll von diesen kleinen Terrassen, die von der Straße aus unsichtbar sind. Man muss sie kennen oder zufällig darauf stoßen. Gepflasterte Innenhöfe, geheime Gärten, Balkone mit Blick über die Dächer. Wenn das Wetter schön ist, werden diese Adressen magisch.
Der brunch nimmt dort eine andere Dimension an. Man lässt sich draußen mit einer Decke auf den Knien nieder, wenn es noch frisch ist. Man hört die Vögel zwischen zwei Gesprächen. Man nimmt sich Zeit, den Kaffee auszutrinken, ohne dass jemand den Tisch zu schnell abräumt.
Am Wochenende früh kommen, die besten Terrassentische sind schnell weg. Zwischen 10 und 10:30 Uhr anpeilen, um die Wahl zu haben.
Den Tisch am Geländer oder unter dem Sonnenschirm je nach Wetter wählen. Ein Kissen verlangen, wenn die Stühle hart sind.
Ohne Eile bestellen. Das Handy in der Tasche lassen. Paris aus der Höhe betrachten.
🌿 Le Marais: zwischen Vintage und Pflanzlichem
Die Recyclerie-Café-Adressen
Das Marais hat dieses Hybridkonzept entwickelt: gemütliches Café + Flohmarkt + Pflanzen. Man kommt zum brunch, geht mit einer gebrauchten Lampe und einer Begonie. Die Atmosphäre ist besonders, freiliegende Steinwände, unpassendes Mobiliar, Grün, das überall überquillt.
Diese Orte funktionieren gut für Freundinnengruppen. Genug Platz, um die Taschen auszubreiten, genug Dinge zum Anschauen, um sich nie zu langweilen. Die Karten bieten oft durchdachte vegetarische Optionen. Bunte Bowls, erfinderische Tartes, manchmal glutenfreie Backwaren.
Die Instagrammabilität ist in diesen Orten maximal. Jede Ecke ist eine potenzielle Komposition. Aber Vorsicht vor der Falle: Manchmal ist es so sehr für Fotos durchdacht, dass der Service darunter leidet. Bevorzugen Sie Adressen, wo der Empfang trotz des Instagram-Ansturms herzlich bleibt.
Die geheimen Innenhöfe
Das Marais versteckt architektonische Schätze. Überdachte Passagen, gepflasterte Höfe, hängende Gärten. Einige Cafés haben diese vergessenen Räume erobert. Man stößt eine banale Toreinfahrt auf, durchquert einen dunklen Gang, und plötzlich: ein lichtdurchfluteter Hof mit drei Tischen und einem Feigenbaum.
Diese Adressen machen kein Marketing. Sie setzen auf Mundpropaganda und Treue. Man kehrt zurück, weil man sich dort fast wie zu Hause fühlt. Weil sich die Besitzerin an deinen Vornamen und deine übliche Bestellung erinnert.
✅ Zu behalten
Die authentische Gemütlichkeit kommt von der menschlichen Verbindung genauso wie vom Dekor. Ein Café kann die schönsten Sitzbänke der Welt haben, wenn niemand da ist, der dir beim Servieren zulächelt, bleibt es kalt.
☀️ Saint-Germain: die diskrete Eleganz
Die historischen Teesalons
Saint-Germain-des-Prés bewahrt einige jahrhundertealte Institutionen. Hohe verzierte Decken, vergoldete Holzvertäfelungen, Kristalllüster. Der brunch nimmt dort Züge einer sanften Zeremonie an. Weiße Tischdecke, Porzellangeschirr, fürsorglicher Service.
Diese Adressen gefallen besonders Damen über 50, die die ruhige Eleganz suchen. Aber nicht nur. Junge Paare kommen auch hierher, um einen Anlass zu feiern oder sich einfach einen zeitlosen Sonntag zu gönnen. Die Rechnung ist salziger als anderswo. Man zahlt für die Atmosphäre genauso wie für den Teller.
Was Fotos betrifft, kann das Licht heikel sein. Die dunklen Innenräume erfordern eine gute Tischwahl, idealerweise nahe einem Fenster. Aber wenn die Rahmung gefunden ist, ist das Ergebnis oft großartig. Diese Mischung aus Klassizismus und zeitgenössischer Gaumenfreude funktioniert visuell gut.
Die neuen vertraulichen Adressen
Neben den historischen Monumenten sieht Saint-Germain kleine diskrete Cafés entstehen. Nüchterne Fassaden, puristische Innenräume, lokale Kundschaft. Man serviert einen einfachen, aber tadellosen brunch. Qualitätsbrot, Eier von Freilandhühnern, Butterfass-Butter, handwerkliche Konfitüre.
Die Atmosphäre ist gedämpft ohne steif zu sein. Die Leute sprechen in normaler Lautstärke. Kinder sind willkommen, aber man bittet sie, nicht zu rennen. Das WLAN existiert, aber niemand holt seinen Computer heraus. Diese stillschweigenden Regeln schaffen eine beruhigende Atmosphäre.
🍃 Canal Saint-Martin: der Kanal-Geist
Die Cafés am Wasser
Entlang des Kanals haben mehrere Adressen Terrassen am Wasser eingerichtet. Perfekt für schöne Tage. Man bruncht und schaut den vorbeifahrenden Lastkähnen zu, den Radfahrern, den außer Atem geratenen Joggern. Es gibt etwas Belebendes in dieser zirkulierenden Luft.
Der Stil ist oft ungezwungen. Möbel aus rohem Holz, bunte Kissen, Schiefertafeln für die Tagesmenüs. Die Karte bietet neu interpretierte Klassiker, hausgemachtes Granola, saisonales Porridge, Avocado Toast mit einem Hauch Originalität. Frische Säfte fließen reichlich.
Für Fotos ist das natürliche Licht ideal. Die Wasserspiegelung fügt Sanftheit hinzu. Die Hintergründe sind selten überladen. Selbst ohne Filter haben Ihre Aufnahmen diese gesuchte leuchtende Qualität.
Die unbekannten Vierteladressen
Wenn man sich vom Kanal selbst entfernt, findet man authentische Viertelcafés. Die, wo Stammgäste werktags vor der Arbeit ihr Frühstück einnehmen. Am Wochenende ändert sich die Atmosphäre, aber der Geist bleibt. Keine Touristen, nur Nachbarn, die sich treffen.
Diese Adressen haben oft eine Geschichte. Der Besitzer hat den Mietvertrag seiner Eltern übernommen. Das Dekor hat sich seit fünfzehn Jahren nicht verändert und das ist sehr gut so. Der Kaffee kommt schon immer vom selben Röster. Die brunch-Formel steht auf einer handgeschriebenen Schiefertafel.
| 🏛️ Historische Adressen | 🌱 Neue Cafés |
|---|---|
| Bewahrtes historisches Dekor, zeremonieller Service, beruhigende klassische Karte, höhere Rechnung, generationenübergreifende Kundschaft | Modernes puristisches Dekor, wohlwollend ungezwungener Service, kurze saisonale Karte, erschwingliche Preise, junge lokale Kundschaft |
🥐 Die Formeln, die wirklich funktionieren

Der ausgewogene herzhaft-süße brunch
Die Erfolgsformel bleibt die, die ein Gleichgewicht bietet. Eine nahrhafte herzhafte Basis, Eier, Avocado, geröstetes Brot, manchmal ein Salat oder geröstetes Gemüse. Dann eine süße Note zum Abschluss, Scone mit Konfitüre, Kuchenstück oder einfach ein hausgemachter Cookie.
Bei Marlette wird diese Philosophie natürlich angewendet. Saisonale Gerichte stehen neben bio Backzubereitungen. Man kann sein Tablett nach Appetit zusammenstellen: nur Rühreier und einen Kaffee, oder ein Sandwich, einen Salat, dann dem Pekannuss-Brownie und dem Schokoladenkuchen nachgeben.
Der Vorteil dieser Freiheit: Jeder findet sein Glück. Wer sehr hungrig ist, bestellt reichlich. Wer nascht, nimmt leicht. Keine aufgezwungene Festpreisformel, die zwingt, zu beenden, was man nicht wirklich gewählt hat.
Die Getränke, die den Unterschied machen
Ein guter brunch hängt nicht nur vom Teller ab. Der Kaffee zählt enorm. Schaumiger Cappuccino, samtiger Flat White, schön heißer Latte. Manche Adressen bieten auch Alternativen an, die einschlagen: Matcha Latte für Grüntee-Liebhaberinnen, Ube Latte mit lila Süßkartoffel, gut gewürzter Chai Latte.
Hausgemachte frische Säfte fügen eine vitaminreiche Note hinzu. Man braucht nicht zehn Sorten. Drei gut gepresste Säfte (Blutorange, Karotte-Ingwer, Apfel-Sellerie) reichen völlig. Was zählt, ist die Frische und der klare Geschmack.
💡 Unser Rat
Probieren Sie die Signature-Getränke gemütlicher Cafés, oft heben sie sich dort wirklich ab. Ein gut gemachter Ube Latte kann Ihren gewöhnlichen Sonntagmorgen in einen unvergesslichen Moment verwandeln.
📸 Seine Fotos gelingen lassen ohne zu übertreiben
Natürliches Licht, immer
Das Geheimnis schöner brunch-Fotos liegt in einem Wort: Licht. Wählen Sie einen Tisch nahe einem Fenster. Idealerweise in indirektem Licht, nicht in voller Sonne, die harte Schatten erzeugt. Morgens zwischen 10 und 11:30 Uhr ist die Helligkeit perfekt. Sanft, schmeichelhaft, die alles zur Geltung bringt.
Vergessen Sie den Blitz. Vergessen Sie die Handylampen. Natürliches Licht reicht völlig und gibt ein tausendmal authentischeres Ergebnis. Wenn es wirklich dunkel ist, unterbelichten Sie lieber leicht und korrigieren Sie nachher, statt eine künstliche Quelle hinzuzufügen.
Die einfache Komposition, die funktioniert
Man muss nicht alles dreimal neu arrangieren. Gut angerichtete Teller fotografieren sich natürlich. Rahmen Sie leicht von oben, Winkel etwa 45°. Lassen Sie atmen: Man muss nicht den ganzen Rahmen füllen. Ein Stück sichtbarer Tisch, eine Tasse in der Ecke, Ihre Hand, die eine Gabel hält. Diese Details erzählen eine Geschichte.
Variieren Sie die Pläne: ein Gesamtfoto des Tisches, dann eine Nahaufnahme des fließenden Fondants, dann ein Porträt Ihrer Freundin, die mit ihrem Cappuccino lächelt. Drei Fotos sind besser als ein einziges unter zehn verschiedenen Winkeln aufgenommenes.
Die Details, die wirken
Was auf Instagram funktioniert, sind oft die kleinen Details. Der Cappuccino-Schaum mit seinem gezeichneten Herz. Das Licht, das durch ein Glas Orangensaft durchscheint. Die glänzenden Schokoladenstückchen auf einem frisch gebackenen Cookie. Die Hand, die Ahornsirup über die Pancakes gießt.
Diese Mikromomente fangen die Aufmerksamkeit besser ein als ein zu gelecktes Tischfoto. Sie erzählen den gegenwärtigen Moment, die Gaumenfreude, das einfache Vergnügen. Und vor allem erfordern sie keine künstliche Inszenierung.
⏰ Die besten Momente zum Kommen
Der Sonntagmorgen, der Klassiker
Der Sonntag zwischen 10 und 12 Uhr bleibt das Königszeitfenster. Die Atmosphäre ist an diesem Tag besonders. Die Leute nehmen sich Zeit. Niemand rennt. Die Gespräche ziehen sich hin. Es ist der Moment, wo Paris langsamer wird, wo selbst die Gestressten eine Pause machen.
Nachteil: Es ist auch der Moment, wo alle dieselbe Idee haben. Gemütliche Adressen ohne Reservierung können ausgebucht sein. Bei Marlette zum Beispiel kommt man besser gegen 10 Uhr, wenn man sicher sein will, ohne Warten einen Tisch zu bekommen. Oder man akzeptiert, ein wenig zu warten : das gehört zum Spiel.
Der ruhige Samstag, die gute Überraschung
Der Samstagmorgen ist oft weniger gesättigt als der Sonntag. Viele Pariser machen ihre Einkäufe oder liegen noch im Bett. Die Cafés sind angenehm gefüllt ohne überfüllt zu sein. Man findet leichter einen Tisch am Fenster. Der Service ist entspannter.
Die Atmosphäre unterscheidet sich leicht. Weniger kontemplativ als am Sonntag, dynamischer. Man trifft mehr Paare als Gruppen. Die Leute haben manchmal ein Programm danach, Spaziergang, Ausstellung, Shopping. Der brunch wird eine Etappe statt ein Ziel an sich.
Unter der Woche, der diskrete Luxus
Unter der Woche zu brunchen ist ein kleiner Luxus. Möglich, wenn Sie im Homeoffice arbeiten, im Urlaub sind oder einfach beschließen, sich den Morgen zu nehmen. Der Vorteil: Sie haben das Café für sich. Kein Warten, garantierte Tischwahl, fürsorglicher Service.
Die Atmosphäre ändert sich völlig. Sie treffen andere Privilegierte, Freelancer, Studenten zwischen zwei Kursen, Rentner, Touristen. Die Gespräche sind ruhiger. Man liest seine Zeitung in Ruhe. Niemand drängt Sie, den Tisch freizugeben.
✅ Zu behalten
Der beste Moment zum Brunchen bleibt der, der Ihrem Rhythmus entspricht. Man muss nicht im Morgengrauen aufstehen, wenn man ein Abendmensch ist. Viele gemütliche Cafés servieren am Wochenende bis 15-16 Uhr.
🎯 Wie man SEINE gemütliche Adresse wählt
Nach Viertel und gesuchter Atmosphäre
Jedes Arrondissement hat seine Persönlichkeit. Das 9. und Montmartre für den Dorfgeist, das Viertel, das man in- und auswendig kennt. Das Marais für die Vintage-Pflanzlich-Arty-Mischung. Saint-Germain für bürgerliche Eleganz. Der Kanal für die Bohème-Atmosphäre am Wasser.
Stellen Sie sich die Frage: Was suchen Sie genau? Eine romantische Auszeit zu zweit? Einen Ort, um laut mit Ihren Freundinnen zu lachen? Ein stilles Refugium zum Lesen? Die Antwort wird Ihre Wahl natürlich lenken. Marlette eignet sich gut für Freundinnengruppen und Paare, die Atmosphäre ist herzlich ohne laut zu sein.
Nach Lust des Tages
Manchmal hat man morgens Lust auf Süßes. Andere Male lockt nur ein echtes herzhaftes Gericht. Prüfen Sie, ob die Karte Ihrem momentanen Appetit entspricht. Wenn Sie von dicken weichen Pancakes träumen, zielen Sie auf die Abbesses bei Marlette (einzige Adresse, die sie anbietet). Wenn Sie eine raffinierte vegetarische Bowl wollen, ab ins Marais.
Auch die Getränke zählen. Manche von uns funktionieren nur mit starkem Kaffee, andere bevorzugen einen Matcha Latte oder einen gut gewürzten Chai. Schauen Sie sich Bewertungen oder Fotos an, um zu sehen, was die Adresse wirklich beherrscht.
Nach Gruppenzusammensetzung
Alleine, zu zweit oder zu sechst zu brunchen erfordert nicht dieselbe Art von Adresse. Solo bevorzugen Sie Theken, wo Sie sich ohne Unbehagen niederlassen können. Als Paar suchen Sie intime Sitzbänke. In der Gruppe prüfen Sie, ob es genug Platz für einen großen Tisch gibt : und denken Sie daran, dass bei Marlette keine Reservierung möglich ist, selbst für Gruppen.
Wenn Sie mit Kindern kommen, sind manche Cafés kinderfreundlicher als andere. Marlette empfängt Familien gerne, während es eine ruhige Atmosphäre bewahrt. Der Service ist geduldig, die Portionen großzügig, die Backzubereitungen gefallen Kleinen wie Großen.
| ✅ Stärken gemütlicher Cafés | ❌ Zu bedenken |
|---|---|
| • Beruhigende Atmosphäre • Perfektes Licht für Fotos • Produktqualität • Aufmerksamer Service • Gefühl zu verlangsamen |
• Wenige verfügbare Plätze • Mögliches Warten am Wochenende • Manchmal höhere Preise • Nicht immer für große Gruppen geeignet |
Häufige Fragen
Kann man für einen gemütlichen brunch in Paris reservieren?
Das hängt von den Adressen ab. Manche gemütlichen Cafés akzeptieren Reservierungen, besonders unter der Woche. Andere, wie Marlette, haben die bewusste Entscheidung getroffen, keine Reservierungen anzunehmen, um den spontanen Geist des “man schaut vorbei, ob es Platz gibt” zu bewahren. Am Sonntagmorgen bevorzugen Sie eine Ankunft gegen 10-10:30 Uhr, um Ihre Chancen auf einen Tisch ohne Warten zu maximieren.
Was ist die beste Zeit zum Brunchen in einem gemütlichen Pariser Café?
Das Zeitfenster 10-11:30 Uhr am Wochenende bietet den besten Kompromiss: genug Auswahl in der Küche, ideales natürliches Licht für Fotos, entspannte Atmosphäre ohne überfüllt zu sein. Wenn Sie später bevorzugen, wissen Sie, dass viele gemütliche Cafés am Wochenende bis 15-16 Uhr servieren. Unter der Woche ist der Andrang viel geringer und Sie können zur Zeit kommen, die Ihnen passt.
Wie gelingen brunch-Fotos ohne andere Gäste zu stören?
Bevorzugen Sie Diskretion: fotografieren Sie Ihren eigenen Tisch, vermeiden Sie den Blitz, stehen Sie nicht auf, um komplizierte Winkel zu suchen. Natürliches Licht nahe einem Fenster gibt die besten Ergebnisse ohne sperriges Equipment. Rahmen Sie in leichter Draufsicht, fangen Sie Details statt weite Pläne des Cafés ein. Zwei oder drei Aufnahmen reichen, genießen Sie den Moment statt ihn exzessiv zu dokumentieren.
Welches Budget für einen gemütlichen und instagrammablen brunch in Paris einplanen?
Rechnen Sie mit 15 bis 35 Euro pro Person je nach Adresse und gewählter Formel. Viertelcafés wie Marlette bieten erschwingliche Preise mit Möglichkeit, à la carte zusammenzustellen. Die historischen Teesalons von Saint-Germain steigen leicht auf 30-40 Euro. Das Budget beinhaltet in der Regel ein herzhaftes oder süßes Gericht und ein warmes Getränk. Frische Säfte und zusätzliche Backwaren kosten oft extra.
Akzeptieren gemütliche Pariser Cafés Kinder zum brunch?
Die meisten gemütlichen Adressen empfangen Familien gerne, besonders am Wochenende. Marlette zum Beispiel bietet Backzubereitungen, die Kindern wie Erwachsenen gefallen. Manche intimere oder gedämpftere Cafés bevorzugen eine ruhige Atmosphäre, prüfen Sie die allgemeine Atmosphäre, bevor Sie mit kleinen Kindern kommen. Unter der Woche ist die Atmosphäre oft ruhiger und eignet sich besser für ganz Kleine.
Welche Pariser Viertel konzentrieren die meisten gemütlichen und fotogenen Brunches?
Das 9. Arrondissement und Montmartre liegen vorn mit ihren coffee shops mit Bohème-Charme und ihren geheimen Terrassen. Das Marais bietet einen sehr instagrammablen Vintage-Pflanzlich-Stil. Saint-Germain-des-Prés bietet die klassische Eleganz historischer Teesalons. Der Bereich Canal Saint-Martin verführt durch sein natürliches Licht am Wasser. Jedes Viertel hat seine eigene Identität, wählen Sie die Atmosphäre, die Ihnen entspricht.